| Autorenlesung in der Stadtbibliothek – Elisabeth Zöller |
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| Geschrieben von Josephine Tepe | ||||||
| Freitag, 17. August 2012 | ||||||
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Am 28. Juni um viertel vor acht kam ich an der Grevener Stadtbibliothek an. Gerade schloss Frau Högemann, die Leiterin der Bibliothek, die Tür auf, sodass ich mich kurz vorstellen konnte und mit ihr hinein ging. Sie führte mich in das Untergeschoss. Dort kam eine ältere Dame aus der Tür. Ihre schwarzen Locken strich sie sich hinters Ohr und sie war ganz in schwarz gekleidet...
Das musste die Schriftstellerin Elisabeth Zöller sein. Die Autorin würde nämlich heute den Sechstklässlern unserer Schule ihr neues Buch "Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel" vorstellen und über das Thema Mobbing mit ihnen diskutieren. Wir begrüßten sie und dann betraten wir den großen Vorleseraum, in dem bereits viele Stühle und ein Tisch standen. Frau Ehling, die ebenfalls in der Stadtbibliothek tätig ist, reichte mir noch ein paar Blätter mit Informationen über „BÜCHERgegenRECHTS“. Um 8 Uhr kamen dann die ersten beiden Klassen. Nachdem jeder einen Platz gefunden hatte, stellte die Autorin sich vor. Seit 22 Jahren schreibt sie bereits Bücher, insgesamt hat sie schon um die 110 verfasst. Bevor sie hauptberuflich Schriftstellerin wurde, war sie Lehrerin, doch im Alter von 43 Jahren kündigte sie. Nach der Vorstellung erklärte sie den Schülern einiges aus der Nazi-Zeit und stellte Fragen darüber. Um halb neun begann sie dann aus ihrem Buch „Anton oder die Zeit des unwerten Lebens“ vorzulesen. Auch aus ihrem neuen Buch „Vaters Befehl oder ein deutsches Mädel“ las sie vor. Wie ich auch aus der Broschüre entnahm, handelt es sich bei den beiden Büchern um Elisabeth Zöllers Bücher gegen Rechts. Die Unterstufenschüler stellten noch ein paar Fragen und dann um kurz vor neun sprach sie mit ihnen über Mobbing und erklärte die Problematik. Dazu passend erzählte sie noch die Geschichte von dem Mobbingopfer Nico, dem Protagonisten ihres Buches „Ich schieße…doch“. „Was kann man gegen Mobbing tun?“, wollte sie von den Kindern wissen. Diese gaben u. A. zur Antwort: „Man kann demjenigen, der gemobbt wird, zur Seite stehen und sich für ihn einsetzen.“ oder „Wenn es zu schlimm ist, sollte man zum Lehrer gehen oder mit den Eltern reden.“ Ein paar Minuten später war die Vorlesung dann auch schon wieder vorbei. Die Sechstklässler konnten sich noch ein Autogramm holen und dann hieß es: „Zurück zur Schule!“ Denn bald kamen schon die nächsten zwei Klassen.
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