| Der Ausflug zur „Villa ten Hompel“ |
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| Geschrieben von Kevin Cichy | ||||||
| Donnerstag, 21. Juni 2012 | ||||||
Am 30.05.2012 hat sich meine Klasse um 08:15 Uhr am Bahnhof in Greven getroffen, um gemeinschaftlich zur Villa ten Hompel nach Münster zu fahren. Nach der Zugfahrt und einem langen Fußmarsch durch Münster sind wir an der Villa angekommen. Dort warteten wir auf auf unseren Gruppenleiter und konnten uns noch etwas stärken. Dann stellte sich ein freundlicher, junger Mann namens Stefan vor und gab uns allen die Hand. Auf den Treppen zur Villa sollten wir anschließend für mehrere verschiedene Fotos Platz nehmen. Jedoch sollten wir bei jedem Foto etwas bestimmtes machen. Auf dem einen Schnappschuss sprangen wir hoch, auf dem anderen sollten wir etwas Außergewöhnliches machen und auf einem anderen wurde dem Vordermann Hasenöhrchen gezeigt. Anschließend führte uns Stefan durch das Gebäude in die zweite Etage, wo wir in einem Besprechungsraum unsere Sachen absetzen und uns hinsetzen konnten. Hier wurden auch direkt die geschossenen Fotos auf eine Leinwand projiziert und wir sollten die „gelungenen“ Bilder mit alten Fotos der Familie ten Hompel vergleichen. Alte Fotos des Herrenhauses wurden ebenfalls gezeigt und wir waren erstaunt, dass das Haus früher einen riesigen Garten besessen hat (heute steht dort ein Bürogebäude). Im Anschluss daran sollten wir, mit Klebepunkten ausgestattet, durch die Villa laufen und auf verteilte Zettel mit verschiedenen Äußerungen unsere Meinung dazu in Punkten zeigen. Jedoch wurden allen Schülern, die blaue Schuhe trugen, diese am Anfang abgenommen. Die Abstimmung war natürlich geheim und niemand wusste, wie viele Punkte der vorherige Mitschüler abgestimmt hat. Die Äußerungen haben meiner Meinung nach sehr gut zu unserem Thema, dem Zweiten Weltkrieg, gepasst und es war teilweise nicht so leicht, dazu die eigene Meinung zu finden. Nach etwa einer halben Stunde durften wir uns im Sammelraum und auf dem Balkon ausruhen und etwas Essen und Trinken. Außer die Schüler, denen die blauen Schuhe zu Anfang abgenommen wurden. Diese wurden von den anderen Gruppenführern etwas diskriminierend behandelt und mussten die Stühle und eine Magnetwand aufstellen. Daran befanden sich die Auswertungen unserer gesamten Abstimmungen. Wir konnten uns ein paar Äußerungen aussuchen, worüber wir dann in der Klasse diskutiert haben. Nach einiger Zeit gaben sich die Gruppenführer zu erkennen und klärten uns über ihr Verhalten gegenüber den „ausgesonderten“ Schülern auf. Dies sollte uns zeigen, wie zur Zeit des Zweiten Weltkrieges mit Juden umgegangen wurde und dass selbst die normalsten Dinge für diese zu einem Problem wurden. Zum Schluss wurden wir mithilfe von Süßigkeiten in Gruppen aufgeteilt und wir konnten mit einem jeweiligen Betreuuer die Ausstellung besichtigen. Zusammenfassend war es sehr interessant, die Entwicklung eines Hauses im Laufe der Zeit und auch originale Gegenstände der damaligen Zeit zu sehen. von Kevin Cichy
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