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… und allmählich wird’s
ernst. Das dachte ich zumindest. Wie man das aus Erzählungen aus der Mittel-
und Unterstufe schon zu Genüge kennt: „Wenn ihr erst mal in der 13 seid, da
herrscht ein ganz anderer Ton. Da kommt ihr mit so einer Arbeitsmoral nicht
weit! Ihr werdet scheitern!“ Naja, jetzt bin ich in der 13 und entweder habe
ich mich an den „harten Ton“ gewöhnt, oder er herrscht erst gar nicht. Wobei ich
eher an Letzteres glaube. Ich habe das Gefühl, wir gehen auf die Sommerferien zu
und haben noch eine Ewigkeit in der Institution Schule vor uns, um sämtliches
Unwissen auszubessern. Dass dem nicht so ist, bemerkt man nur in ein paar
wenigen Fächern.
Es ist nicht so, dass
die Worte „Abitur“, „lernen“, „Stress“ und „Wiederholung“ nicht in den Mund
genommen werden, nein, nein, das werden sie oft genug, mir fehlt allerdings nur
die Umsetzung. „So, Leute, wir haben nicht mehr viel Zeit, blablabla, wir
müssen reinhauen, blablabla, eure Motivation ist grauenhaft, blablabla…“ Aber
durchs Meckern wird’s bestimmt nicht besser. Auf diesen Konflikt basierend habe
ich mich (relativ unhöflich) schon mit einer Lehrerin angelegt, um dann
festzustellen, dass diese eventuell doch Recht hat. Da kann noch so schöner
Unterricht gemacht werden, aber wenn keiner auch nur ansatzweise vorbereitet
ist, ist eben dieser zum Scheitern verurteilt.
Aber das ist immer das
Problem in den Grundkursen: nicht alle machen ihr Abi in dem Fach und
dementsprechend sind längst nicht alle quicklebendig bei der Arbeit, sondern
sitzen einfach nur ihre Zeit ab. Scheinbar sitzt also nicht jeder mit einer
leichten Melancholie in den Stunden und denkt über eine Zukunft ohne Schule
nach. Ich werde nämlich des Öfteren etwas traurig. So viele Menschen, die man
dann wider Erwarten doch ins Herz geschlossen hat, sieht man nicht mehr wieder
und sie geraten ins Vergessen.
Allerdings scheint es
auch Menschen zu geben, die nicht nur mit Freuden auf unser baldiges
Verschwinden gucken: „Ich glaube, ich werde euch doch ein wenig vermissen... Aber versteht mich nicht falsch: die Arbeit mit euch nicht!“
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