Grevener-Zeitung
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Geschrieben von Theresa Huber   
Freitag, 27. Januar 2012

Dialog im Dunkeln

Der Theaterkurs von Herrn Schmidt hat in knapp anderthalb Jahren den Roman "Isola" in ein Theaterstück umgeschrieben, das sie am Mittwoch, den 25.1.2012 um 19 Uhr aufgeführt haben. Es geht um zwölf Jugendliche: Milky (Pauline Kaupmann), Alpha (Lara Dubiel), Joker (Lucie Möllers), Darling (Emma Kreissel), Lung (Christin Wienkamp), Vera (Katrin Pleis), Moon (Kira Loose), Solo (Linda Kaufmann), Pearl (Büsra Erbay), Neander (Elisabeth Böhm), Elfe (Annika Greshake) und Krys (Paulina Drees) werden von dem Regisseur Quint Tempelhoff (Francis Gröger) und dessen Assistenten Sven (Marleen Rabe) und Maja (Lena Musies) auf die Insel Isola vor Brasilien gebracht.

Dort werden sie für drei Wochen rund um die Uhr von Kameras bewacht und müssen ein Spiel spielen: Jeder muss ein Karte ziehen, auf der entweder „Mörder“ oder „Opfer“ steht. Der „Mörder“ muss die „Opfer“ in ein Versteck bringen, von dem aus sie nach Hause gebracht werden. Das Spiel ist beendet, wenn entweder alle „Opfer“ von der Insel gebracht wurden; dann ist der „Mörder“ Spielsieger; oder es wird nach Ablauf der drei Wochen von Tempelhoff beendet. Nun verschwinden nach und nach einige Jugendliche. Die Übrigen entdecken jedoch Jokers Leiche und es wird klar, dass es einen echten Mörder gibt. Schließlich entdecken sie ein Video der Überwachungskameras, in dem Darling vermeintlich von Solo getötet wird. Solo gesteht darufhin, Tempelhoffs Sohn zu sein und findet später mit Vera im Wald ein Handy, das viele SMS an Tobias (Nadine Sleiman) enthält. Tobias ruft sie an und beordert sie zu sich. Er lässt Tempelhoff erklären, dass er Solos Zwillingsbruder ist, nach dessen Geburt deren Mutter gestorben ist, weshalb ihn der Vater in der Klinik zurückließ. Später trifft Tobias sich mit Darling, seiner Komplizin, die Joker für ihn umgebracht hat, weil er sie zusammen gesehen hat und ihn, nun auffordert, auch Vera die Klippen hinunter zu stürzen. Daraufhin erschießt sich Tobias und das Stück endet.

 

Das Stück war zwar eine gekürzte, leicht veränderte  Version des Buches von Isabel Abedi, hat mir aber sehr gut gefallen. Wenn man sich aber zuvor nicht mit der Geschichte Auseinandergesetzt hat, war es teilweise schwer, der Handlung zu folgen. Dadurch war jedoch die Aufmerksamkeit aller Zuschauer das gesamte Stück über gesichert. Die Schauspielerinnen waren trotz fehlender Mikrophone sehr gut zu verstehen und haben der einfachen Bühnenbildgestaltung (Turnmatten, Tisch mit Stühlen, Sitzsack, in einer Ecke ein Überwachungscomputer von Tobias) Lebendigkeit verliehen. Auch die Vorgeschichte wurde sehr originell dargestellt: mit einem Beamer wurden Videos an den Vorhang im Foyer West projeziert, die jedoch teilweise schlecht zu erkennen war. Trotzdem eine großes Lob an die Technikerinnen Jana Bockhacker und Pauline Pantenburg. Ein ebenso großes Lob verdienen die Regisseurinnen des Stücks : Alicia Fundke, Vanessa Schreiber, Marlen Lukas und der Lehrer Herr Schmidt.

Besonders die Schnitte wurden genial gezeigt: Zwei Mädchen betraten die Bühne und sagten gemeinsam: „Schnitt!“. Das Beste kommt jedoch bekanntlich zuletzt, deshalb: Hut ab für Annika Greshake (Hat Elfe fantastisch gespielt! Genauso, wie ich mir sie zu Anfang des Stückes vorgestellt habe!) und Für Lucie Möllers (Hat Joker einfach unglaublich witzig dargestellt und ist, ebenso wie Annika, voll in ihrer Rolle aufgegangen.). Tobias dagegen war zum Teil (zu) zaghaft gespielt, doch ich denke, so eine dramatische Rolle zu spielen, muss wirklich schwer sein und daher: Ein riesiges Lob an den Theaterkurs von Herrn Schmidt, es hat mir wirklich viel Spass gemacht, euch zuzugucken!




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