| Harry Potter 7.1 |
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| Geschrieben von Sarah Köbbing | ||||||
| Mittwoch, 17. November 2010 | ||||||
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Selten wurde ein Film so gespannt erwartet. Kaum
ein anderer prägte eine ganze Generation - mit der Harry Potter Saga wuchsen
Millionen von Kindern, verteilt auf dem ganzen Globus, auf, die jedes Jahr
neuen Lesestoff in Form eines neuen Harry Potter Buches geliefert bekamen. Mit
den Filmen war dies ähnlich. Und jetzt ist es endlich so weit: Am Donnerstag,
den 18.11. ist die Premiere des ersten Teils von „Harry Potter und die
Heiligtümer des Todes.
Die Buchvorlage ist derart komplex, dass sich die Produzenten David Heyman und David Barron einig waren, dass der Abschluss der Fantasy-Saga als Zweiteiler in die Kinos kommen wird. So kann Regisseur David Yates die doppelte Spielzeit nutzen, um die Story – das Drehbuch wurde, so wie alle anderen Teile zuvor (Ausnahme „Der Orden des Phönix“) von Steve Kloves geschrieben - näher an die Vorlage zu bringen. Denn in den vorherigen Teilen unter Yates Regie - „Der Orden des Phönix“ und „Der Halbblutprinz“ - war das viele Auslassen zum Teil wichtiger Szenen ein großer Kritikpunkt. Ursprünglich waren beide Teile von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" in 3D angekündigt, doch wenige Monate vor dem Kinostart musste David Yates die Umsetzung absagen, weil nicht genügend Zeit blieb die Technik auf den Film anzuwenden. Allerdings soll Teil zwei dann doch in drei Dimensionen in die Kinos kommen, weil genügend Vorlauf für die Bearbeitung vorhanden ist. GAG war bei der Vorpremiere, präsentiert von CineLENZ, in Münster dabei. Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) begeben sich auf eine lebensgefährliche Mission. Sie müssen Voldemorts (Ralph Fiennes) Horkruxe, die ihn unsterblich machen, finden und vernichten. Doch sie sind vollkommen auf sich allein gestellt: Die Schule ist beendet und Professor Dumbledore ist bekanntlich tot. Zugleich ist die Welt der Zauberei für alle Feinde des dunklen Lords gefährlicher denn je. Ein Krieg ist ausgebrochen, Voldemorts Todesser haben die Kontrolle im Zaubereiministerium und sogar Hogwarts übernommen. Harry Potter, ihr Erzfeind und der Auserwählte ist ihr Objekt der Begierde. Voldemorts Auftrag: Harry Potter zu ihm zu bringen – und zwar lebendig. Also sind die Horkruxe Harrys einzige Hoffnung. Zerstört er sie, kann er Voldemort töten. Bei seiner Suche stößt der Zauberlehrling auf eine alte Legende von den Heiligtümern des Todes. Er erkennt, dass auch Voldemort diese Heiligtümer besitzen will und – sollte die Legende wahr sein – durch sie unbesiegbar würde. Durch die doppelte Spielzeit konnte Yates viele Spezialeffekte einsetzen. Schon der Beginn legt ein hohes Tempo vor, denn gleich zu Anfang stirbt jemand. Generell gibt es in dem ersten Teil des letzten Films viele Tote. Allerdings lässt Yates sich im Verlauf der verbliebenen zweieinhalb Stunden wesentlich mehr Ruhe als in allen Teilen zuvor. Die Zelttour, die bei kürzerer Spielzeit wahrscheinlich fast ausgelassen worden wäre, wird durch ausgiebige Wanderszenen geprägt. Diese Passagen sind für die Atmosphäre sehr wichtig, der eine oder andere könnte sie aber auch als langweilig empfinden. Als Fazit kann man sagen: Harry Potter ist erwachsen geworden. Nicht nur die Person an sich, sondern auch der Film selbst. Hogwarts und Quidditch kommen gar nicht mehr vor und es gibt zahlreiche Tote, die Stimmung ist düsterer als je zuvor. In manchen Szenen hätte man gerne den 3D-Effekt gesehen, aber zwingend notwendig war er nicht. Daher liegt die Spannung auf dem zweiten Teil, der voraussichtlich in 3D erscheinen wird. Durch die längere Spielzeit ist der Film näher am Buch. Auch der Schluss ist meiner Meinung nach gut gewählt. Es ist zwar kein klassischer Höhepunkt der Handlung, der das Ende offen lässt, aber dennoch darf man nun gespannt auf den zweiten Teil warten. Dieser ist allerdings erst für Sommer 2011 geplant. Fans müssen sich also noch gedulden und sich vor Besuch des zweiten Teils vielleicht noch mal den ersten auf DVD anschauen - wenn er denn dann schon raus ist. Vielleicht macht das Kino auch einen „Harry-Potter-Tag“, an dem beide Filme hintereinander gezeigt werden.
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