| Happy Halloween |
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| Geschrieben von Sarah Köbbing | ||||||
| Samstag, 31. Oktober 2009 | ||||||
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- Kannibalen – Bowle: Nein. Ihr braucht dazu keinem eurer Familie eine Hand abhacken. Ein Latex-Handschuh, gefüllt mit einem Getränk für ein paar Stunden ins Eisfach legen tut es auch. Einfach den Handschuh vom Eis runter nehmen und in die Bowle legen. Dabei ist es egal, aus was diese besteht. Und wie wäre es noch, wenn aus der Bowle mehr Augen raus, als rein gucken? Hierzu einfach ein paar Lychees mit je einer Kirsche oder roten kleinen Traube füllen und zu der Bowle geben. Schauuriig!
- Kannibalen – Snack: Die wohl einfachste Form Finger zu amputieren. Heißwürstchen mal anders: Halb durchschneiden und wie eine Hand auf einem Teller drapieren. Ketchup auf die Enden schmieren, sodass die Schnittstellen nicht mehr sichtbar sind und in die „Fingerspitze“ einen kleinen Schlitz schneiden, in den ein Mandelblättchen gesteckt wird. Da bekommt das „auf den Fingernägeln kauen“ eine ganz neue Bedeutung.
- Glibber – Nachtisch: Hier gibt es viele Variationen. Wackelpudding, Sorte nach belieben, zubereiten und mit Lebensmittelfarbe schaurig anfärben. Wer mag kann noch Weingummispinnen, -würmer, oder was immer einem gefällt hinzugeben. Was dann noch bleibt ist abwarten, bis es schön glibbert. Iihh!!
Das Essen steht schon mal, aber wie sieht es aus mit der Dekoration? Wichtig ist, dass das Licht nicht zu hell ist, denn das würde nur die schaurige Stimmung verderben. Ihr könnt auch für buntes Licht sorgen. Wer hat kann auch Schwarzlicht oder Diskolicht verwenden. Spinnen, Spinnennetze und andere Schauerutensilien gehören natürlich auch dazu. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Je skurriler desto schauriger lautet die Devise.
Aber die schönste Dekoration und das leckerste Essen bringen nichts, wenn die Stimmung mies ist. Die Musik muss nicht schaurig sein, da reicht auch eure Lieblingsmusik zum abtanzen oder einfachen chillen. Horrorfilme sollten natürlich, ab dem entsprechenden Alter natürlich ;) , auch auf der Liste stehen und was spricht eigentlich dagegen noch als Jugendlicher um die Häuser zu ziehen? Mit der passenden Verkleidung und einem kreativen Spruch, mal was anderes als „Süßes sonst gibt´s Saures“ könnt ihr sicher mit den kleinen Genossen mithalten und bekommt oben drein noch Nachschub für eure Süßigkeiten. Aber das ist natürlich jedem selbst überlassen.
Aber wie wär´s mit einer Gruselgeschichtenrunde? Ihr setzt euch im Kreis und jeder erzählt eine Gruselgeschichte. Schaurig wird es, wenn ihr euch mit einer Taschenlampe von unten anstrahlt und eure Stimme passend zur Geschichte verstellt. Ihr kennt keine gute Gruselgeschichte? Dann haben wir hier einen schaurigen Beitrag:
Die Party war im vollen Gange. Meine Freundinnen und ich feierten Halloween. Wie jedes Jahr. Aber meine Vorahnung sagte mir, dass es nicht wie jedes Jahr enden würde. Wie machten Späße über alte Legenden und plötzlich, ich weiß gar nicht mehr, wie wir dazu kamen, saßen wir in einem Kreis um unseren Couchtisch. Alle Türen und Fenster waren geschlossen, das Licht aus. Nur die Kerzen brannten. Wir nahmen uns bei den Händen und schlossen die Augen. Sophie begann einen monotonen Singsang. Sie hatte dies alles in einem Buch über Hexen gelesen. Wir alle stiegen nacheinander ein. Es kribbelte. Die Aufregung hatte mich voll gepackt. Und ich spürte, dass die Anderen auch so empfanden. Sophie löste ihre Stimme aus dem Singsang und sprach in einer tiefen kehligen Stimme: „Geister der Vergangenheit kommt zu uns! Geister der Gegenwart sprecht mit uns! Geister der Zukunft erlöst uns!“ Nichts geschah. Eine unglaubliche Anspannung viel von uns alles ab. Hatten wir alle tatsächlich Angst gehabt, dass etwas geschieht? In dem Moment verspürten wir einen Luftzug und machten verschreckt die Augen auf. Die Kerzen flackerten. Die Vorhänge raschelten und über allem lag ein Gemurmel, wie ein kleines Bächlein, obwohl wir schon längst mit unserem Gesang aufgehört hatten. Wir waren starr vor Schreck, konnten uns nicht aus dem Kreis lösen, obwohl das unsere Rettung gewesen wäre. Und dann plötzlich geschah es. Vor unseren Augen entstand ein Bild auf dem Tisch in unserer Mitte. Was dann geschah, raubte uns allen den Atem. Wir sahen bzw. wir hatten das Gefühl auf einer Beerdigung zu sein. Wir standen mitten unter den Trauergästen und sahen zu, wie der Sarg hinabgelassen wurde. Auf dem Grabstein stand: „Warum hast du uns verlassen? Du warst doch noch so jung!“ Mia Held *3.5.1992 + 30.10.2009
Und auch der Friedhof kam uns bekannt vor. Wir befanden uns auf dem Friedhof unserer Stadt, ganz in der Nähe von hier. Das Bild wurde unscharf. Plötzlich ragte der Kopf eines Mädchens aus der Erscheinung. Blutverschmiert, blass und mit dicken Rändern unter den dunkel gewordenen Augen. Ihr Gesicht verzerrte sich und sie schrie uns an „Warum schaut ihr nur so doof!! Rettet mich! Noch ist es nicht zu spät!!!“ Das Bild verschwand und endlich fanden wir die Kraft uns zu lösen. Ich fand als Erste meine Sprache zurück: „Me me meint ihr, das war echt?“ „Ich weiß nicht. Ich hab davon gelesen. Das Mädchen ist gestern direkt vom Friedhof angefahren worden. Obwohl die Straße belebt war hat niemand das Auto gesehen. Es war einfach weg. Wie ein...Geisterauto...“, meinte Lisa. „Wir müssen ihr helfen!“, sagte Sophie entschlossen. „Aber wir wissen doch gar nichts! Wie sollen wir ihr helfen?!“, erwiderte ich. „Da bleibt nur eins. Wir müssen zu ihrem Grab hin. Noch wurde es nicht geschlossen. Das meinte sie wahrscheinlich auch mit „noch ist es nicht zu spät“.“
Also machten wir uns auf den Weg. Die Nacht war still. Die Kinder, die rumgegangen sind, waren schon längst in ihren Betten. Keine Wolke war am Himmel und trotzdem spendeten die Sterne kaum Licht. Der Mond allerdings war voll. Eine beißende Kälte zog uns schon kurze Zeit später unter die dicken Jacken. Und dann hatten wir die Tore zum Friedhof erreicht. Quietschend öffneten wir das Tor. „Wisst ihr denn überhaupt, wo das Grab ist? Sonst können wir ja ewig suchen!“, wisperte ich. Aber meine Sorgen waren unbegründet. Schon bald standen wir vor dem Loch, welches das Grab war, viele Kränze mit beschrifteten Schleifen lagen drum herum. Auch die Seile zum hinablassen des Sarges waren noch da und so brauchten wir nur ein bisschen Kraft aufwenden, um diesen wieder ans Tages- bzw. ans Nachtlicht zu befördern. Ich zögerte. Wenn das eben nicht echt waren stören wir die letzte Ruhe. Aber wenn’s echt war, dann würde das jetzt ein Leben retten! Mit zitternden Fingern öffneten wir den Verschluss und vorsichtig klappten wir den Deckel auf. Schlagartig schien die Zeit zu gefrieren. Aber was wir sahen, war kein lebendiges Mädchen. Sie war tot, darin bestand kein Zweifel. Sie sah auch etwas anders aus, als wir sie in unserer Version sahen. Das Blut war abgewaschen. Aber ihr Blick war derselbe, den sie hatte, als wir sie vor einer halben Stunde vor uns auf dem Wohnzimmer sahen. Weit aufgerissene Augen und den Mund zum letzten Schrei geöffnet. So beerdigte man keine Menschen. Sophie richtete ihre Taschenlampe auf den Sargdeckel und uns gefror das Blut in den Adern. Was wir sahen waren Kratzspuren. Mia war tatsächlich lebendig begraben worden und wir, wir waren zu spät gekommen. Niedergeschlagen richteten wir alles so her, wie wir es vorgefunden hatten und verließen mit hängenden Köpfen den Friedhof. Als ich das Tor schloss bemerkte ich, wie Sophie plötzlich am ganzen Leib zuckte. Wie von einer Tarantel gestochen schoss sie auf die Straße zu! Wir sahen ein Auto! Das war doch eben noch nicht da! Sophie lief einfach weiter! Der Fahrer! Da war kein Fahrer! Und dann lag sie am Boden. Das Auto war so schnell weg, wie es aufgetaucht war. Sophie war tot.
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